KlebetechnikKlebetechnik

Klebetechnik

Im Hinblick auf ein gesteigertes Umweltbewusstsein empfiehlt sich die Verwendung von Öko-Klebstoffen. Das bietet einen weiteren Vorteil: die Klebeteile können nach dem Verbrauch problemlos in den Recyclingkreislauf zurückgehen. 

Deshalb finden Sie auf allen unseren Klebeprodukten wichtige Hinweise, die zeigen, welche Werkstoffe damit verklebt werden können. Außerdem erfahren Sie, ob es sich um einen Klebstoff handelt, der auf wässriger Basis, evtl. sogar ökologisch aufgebaut ist oder synthetische Zusätze wie Lösungsmittel, Alkohol, Kunstharze oder Silikon enthält.

Alle von uns produzierten Klebstoffe werden nach der DIN-Norm EN 923 hergestellt:
„Klebstoff ist ein nicht metallischer Stoff, der Werkstoffe durch Oberflächenhaftung (Adhäsion) so verbindet,
dass diese eine ausreichende innere Festigkeit (Kohäsion) besitzen“.
Um das verwirklichen zu können, muss der Klebstoff zwei Eigenschaften haben:
er muss flüssig sein, um die zu verklebende Oberfläche so benetzen zu können, dass er gut darauf haftet.
Diese Eigenschaft wird in der Klebetechnik als „Adhäsion“ bezeichnet.   
er muss eine innere Festigkeit haben, was mit dem Begriff „Kohäsion“ (lat. zusammenfügen) bezeichnet
wird. Diese Besonderheit entwickelt sich meistens erst dann, wenn der Klebstoff aushärtet.

Klebstoffübersicht        

Physikalisch abbindende    Chemisch härtende    
 - Nassklebstoffe  PolyadditionPolymerisationPolykondensation
 - Dispersionsklebstoffe- Epoxyharze - Methylmethacrylate - Silikone
 - Kleber lösungsmittelhaltig- Polyurethane - Cyancrylate  - Polymerklebstoffe
 - Kontaktklebstoffe - Silicone - Anoerbe Klebstoffe - Phenolharze
 - Schmelzklebstoffe - Polyester ungesättigt - Haftklebstoffe
 - Pulverkleber (Mörtel)- Acrylate
- UV-Klebstoffe
  - Epoxyde

In der CREARTEC-Klebetechnik finden Sie die meisten der hier erwähnten Klebeprodukte als Spezialklebstoffe, die sich für eine bestimmte Anwendungstechnik besonders gut eignen. Das Programm enthält überwiegend organische Klebstoffe, die wir aufgrund der inhaltlichen Stoffbasis in Kleister und Leime unterscheiden, während Klebstoffe auf der Basis einer synthetischen Zusammensetzung als Kleber bezeichnet werden.
 

Kleister

Das sind organische Klebstoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen als wässrige Quellprodukte aus Stärke (Kartoffeln, Mais, Weizen, Tapioka, Maniok = Klebeeiweiß) oder  Celluloseether (Holz = Methylcellulose) bestehen: Holzleim, Tapetenkleister, Papierleim.

Leime

Leime sind wässrige Klebstoffe und bestehen aus Eiweiß (Gluteine), die aus tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Grundstoffen hergestellt werden, z. B. Knochen = Knochenleim, Haut = Hautleim, Milch = Kaseinleim. Daraus werden gummiartige, elastische Klebstoffe gemacht. Nach einer neuen Definition (DIN 16921) wurde der Begriff von Leim als Klebstoff auf Basis tierischer Eiweiße auch auf pflanzliche (Kleister) und synthetische Klebstoffe erweitert.

Kleber

Früher wurden synthetische Klebstoffe oder organische, mit synthetischen Zusatzstoffen vermischte, als Kleber deklariert. Durch die Vielzahl der neu entwickelten Produkte werden in dieser Gruppe auch 2-Komponentenklebstoffe, z. B. Epoxykleber etc., aufgeführt.