BrandmalenBrandmalen

Pyrographie – malen mit heissen Brennstiften auf Holz

Für diese klassische Maltechnik ist der Urspung bei den Cowboys in Amerika zu suchen. Dabei ging es um das Absichern der Besitzrechte an den auf den Weiden lebenden Rindern. Diese wurden dazu mit den Initialen des Namens des Farmers gekennzeichnet, was durch das Einbrennen eines bestimmten Symbols auf der Haut der Tiere geschah.

Das Leben auf der Ranch war eintönig. Verständlich, dass die Menschen durch diese Tätigkeit eine Möglichkeit entdeckten, um andere Bildmotive auf den unterschiedlichsten Holzgegenständen einbrennen zu können.

Entstanden war dadurch eine neue Gestaltungstechnik: „Brandmalerei“, die damals noch mit einfachen Metallstiften gemacht wurde. Die wurden über einem  Holzfeuer glühend heiss gemacht und langsam über die vorbereitete Holzfläche geführt. Entstanden ist dadurch auch die Beschriftung des aus Holzbalken gezimmerten Eingangtors der „Southfork Ranch“.

Die Technik der Brandmalerei entwickelte sich weiter. Schon bald entdeckte man, dass damit auch Gegenstände aus Leder, z. B. die Sättel der Pferde, Gürtel und Jacken verziert werden konnten. Das gleiche geschah auch mit dem Mobiliar, wobei Holztruhen und Schränke die beliebtesten Gestaltungsobjekte darstellten, weil hier grosse Flächen kunstvoll mit Blumen, Ranken und Tiermotiven geschmückt werden konnten.

Durch die Erfindung des Lötkolbens war der Weg nicht mehr weit bis zum ersten elektrischen Brandmalkolben, mit dem der Siegeszug der Brandmalerei durch die Welt begann.

Was damals aus purer Funktionalität und Zweckmässigkeit entstand, entwickelte sich immer mehr zu einem Hobby, dass sich durch das Geschick der Anwender zu einem professionellen Kunsthandwerk gewandelt hat.