Anwendungen und AnwenderAnwendungen und Anwender

Anwendungen und Anwender

Schule

Das "gewusst wie und wo" steckt hinter vielen Arbeiten und Experimenten, die durch einfaches Nachmachen entdeckt und erlernt werden können. Dazu gehören Themen, deren Interesse besonders durch das praktische Ausprobieren geweckt werden. Das hat noch einen weiteren, positiven Begleiteffekt: die Geschicklichkeit und das Können des Anwenders werden herausgefordert. Und es gelingt, weil auch die Produkte so modifiziert wurden, dass damit ein Erfolgserlebnis erzielt wird. Das ist auch deshalb wichtig, weil es Interesse weckt und damit Eigeninitiative inszeniert wird.

Während von den Schülern in den Schulen die Theoretiker in den wichtigsten Lernfächern punkten, haben die praktisch Talentierten das Nachsehen. Das muss nicht mehr so sein. Meistens handelt es sich bei diesen Schülern um handwerklich Begabte, also die eigentlichen Bastler und Tüftler, die eigentlich nur darauf warten, auch ihr Können zeigen zu können. Verständlich, schliesslich will niemand als Verlierer dastehen. Deshalb ist es wichtig, dass sie dazu auch in der Schule, speziell im Handarbeits- oder Werkunterricht vielfältige Möglichkeiten bekommen.
 
Deshalb legen wir grossen Wert darauf, nicht nur die Ausbilder, sondern auch handwerklich orientierte Lehrer und Pädagogen auf zeitgemässe Kreativprodukte und deren Verarbeitungstechniken aufmerksam zu machen.   
 
Unter dem Motto “learning by doing” werden nicht nur praktische Grundkenntnisse für die Verarbeitung und Herstellung neuer Produkte und Werkmaterialien gezeigt, wichtig ist daneben auch das direkte Nach- und Mitmachen, also das hautnahe Kennenlernen durch die Schüler. Dadurch wird der Unterricht nicht nur interessanter sondern auch spannender, weil das praxisbetonte Erproben unbewusstes Lernen ermöglicht und der beste Motivator für das Nochmehr, also das Weitermachen ist.
 
Und weil das nicht nur Kindern, sondern auch grösseren Schülern viel Spass bereitet, hier einige aktuelle Bastelvorschläge:
 

  • Krippen- und Dioramenbau
  • Mosaiktechnik
  • Papierschöpfen
  • Kieselsteine verkleben: Kieselsteiner
  • Stempel-Techniken
  • Wattelino: Figuren basteln
  • Kerzentauchen
  • Gebäck – selbstgemacht in Siliconformen und backen
  • Natürlicher Rost – dekoratives Oxidieren

Studium

Der Natur auf der Spur. Beim Kennenlernen eines modernen Kunstharzes, was gleichzeitig ein Einstieg in die interessante Welt der Kunststofftechnik sein kann, stehen natürliche Objekte, z. B. getrocknete Pflanzen und präparierte Insekten im Mittelpunkt des Geschehens.
 
Es geht hier nur um eine chemische Reaktion: das Verarbeiten eines Kunstharzes, das Konsistenz und Aussehen verändert: aus glasklarem Polyesterharz entsteht ein fester, glasartiger Gegenstand, der zusätzlich noch mit einem kleinen Insekt – Ausflug in die Biologie – ausgestattet werden.

In das glasklare Polyesterharz können Steine, Glaskugeln, Briefmarken, Steine, Muscheln etc. eingegossen werden. Noch interessanter wird es, wenn anstelle dieser Artikel getrocknete Blumen, Blätter, evtl. auch zuvor präparierte Insekten (Schmetterlinge, Käfer etc.) und getrocknete Meerestiere (Seepferdchen, Seesterne, Seeigel) darin eingebettet werden.
 
Die Kombination der Anwendung Natur und Chemie ist eine Synthese, die den Unterrichtsablauf in vielen Studienfächern noch interessanter macht, weil hier die Möglichkeit geboten wird, Theorie und Praxis gekonnt miteinander verbinden zu können.  
 
Ein vollkommen anderes Thema stellt die Farbenlehre dar. Nicht nur deshalb, weil es durch das praktische Probieren und Versuchen möglich ist, Aussagen von Johann-Wolfgang von Goethe zur Farbenlehre zu untermauern. Dafür stehen wasserlösliche Farbstoffe zur Verfügung, mit denen einfache Farbexperimente beispielsweise das Mischen von Primär- und Sekundärfarben schnell und wirkungsvoll nachgemacht werden können.
 
Auch wenn das nur der erste Schritt in die faszinierende Welt der Farben ist, es ist der Weg zum Entdecken einer total neuen Welt, was mit dem „Ökofarbprodukt  Kaseinpulver“ wirkungsvoll erprobt, getestet und erlebt werden kann. Durch das Vermischen dieses Farbpulvers mit wenig oder viel Wasser entstehen bekannte Farbprodukte:  Spachtelcreme (Fingermalfarbe), Goache, Plakat- und Aquarellmalfarbe, oder neben den Primär- auch Sekundärfarben …

Therapie

Während kleine Kinder beim Modellieren den motorischen Gebrauch von Händen und Fingern unbewusst durch das Kneten und Formen kleiner Kugeln oder dem Rollen schlangenartiger Gebilde erlernen, bieten diese Produkte in der therapeutischen Anwendung immer wieder neue, vollkommen differenziert aussehende Ergebnisse. Das führt vielfach dazu, dass der Ausbilder oder Betreuer bei dem Anwender ein bisher nicht bekanntes Talent entdeckt, das ihn beispielsweise für eine besondere Begabung (Befähigung) für eine bestimmte Gestaltungstechnik auszeichnet, was man auch mit dem Wort „Talent“ bezeichnen könnte.

Das grossartige an dieser Entdeckung ist, dass der Anwender eine von ihm selbst bisher nicht gekannte Befähigung zeigt, die weiterentwickelt werden kann, weil das für ihn wichtig und lebenswegbetonend werden kann.
 
Eigentlich etwas Selbstverständliches, was mit Sicherheit bei vielen anderen Menschen auch so anzutreffen ist. Da solche Eigenschaften aber bei jedem Menschen anders ausgeprägt sind, wäre es vorteilhaft, wenn sie den Mut zum Probieren aufbringen, um möglichst alles das, was an Betätigung im Bereich einer Basteltechnik angeboten wird, auszuprobieren.
 
Während dieses Talententdecken in der Therapie oft der Schlüssel zu einem Erfolgsrezept darstellt, könnte es für viele andere Menschen ebenfalls nützlich sein, beispielsweise um aufgrund dieser speziellen Begabung dieses Können fortan in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen, um davon zu profitieren. Dabei geht es hier nicht um das Geldverdienen, vielmehr soll ein solches Schlüsselergebnis zu einem Glücklichsein und damit zu einer positiven Lebenseinstellung führen. Ein erkenntnisreicher Weg, der schon viele kranke Menschen gesund gemacht hat.
 
Das Problem liegt aber darin, dass diese Einzigartigkeit nur durch das Ausprobieren vieler Materialtechniken im kreativen Anwendungsbereich entdeckt werden kann. Das muss aber unter Anleitung eines Therapeuten, Lehrers oder eines Erziehers geschehen, der die gesuchte Begabung dann auchsofort entdeckt und beurteilen kann.  Das ist Vergleichbar mit einem Casting, wo ein Expertenteam entscheidet, ob der Vortragende gut, besonders gut  ist oder ein ausserordentliches Talent zeigt, das gefördert werden sollte.
 
Das Besitzen einer besonderen Fähigkeit wirkt sich bei Jung und Alt unterschiedlich aus. Deshalb gibt es viele Beispiele, wo eine solche Entdeckung anlässlich einer Therapie, Kindergarten, Schule, Bastelclub, Ferienlager, Gefängnis während der Bewältigung einer Kreativaufgabe durch Zufall entdeckt wurde.
 
Dazu eine kleines Beispiel: Ein krimineller Autoknacker erlernt im Gefängnis anlässlich einer Beschäftigungstherapie die Airbrushtechnik. Aus dem Gefängnis entlassen, kauft er sich dafür die erforderliche Erstausstattung und versucht sein Anfangskönnen zu verbessern. Nach einiger Zeit hat er so viel Talent entwickelt, dass er die Motorradtanks seiner ehemaligen Kumpel mit speziellen Bildmotiven verschönert. Das Hobby macht ihm Spass, weshalb er damit auch Erfolg hat. Mit jedem Bild und Motorradtank verbessert er sein Können. Die Vielzahl der so umgestalteten Motorrädersorgt dafür, dass irgendwann jemand auf ihn aufmerksam geworden ist. Dieser Irgendwann war der Veranstalter eines Wettbewerbs für Airbrushkünstler, der ihm an einem Wettbewerb eine Teilnahmemöglichkeit anbot. Zusammengefasst: das hat dazu geführrt, dass dieser Airbrushler heute ein angesehener Künstler, gleichzeitig auch derzeitiger Europameister für die Airbrushtechnik ist.
 
Nicht alles muss dem Zufall überlassen werden. Deshalb gilt auch hier: probieren ist besser als studieren. Und wer dabei entdeckt, dass er etwas kann, es gut macht, sollte sich damit nach vorne, also an die Öffentlichkeit wagen, damit er entdeckt wird und mit anderen Menschen in Kontakt kommt, die seine Fähigkeiten ebenfalls erkennen und nutzen wollen.
 
Aus dem Kennenlernen einer bisher unbekannten Maltechnik kann sogar ein neuer Beruf entstehen. Das das so ist, hat sich schon zigmal bei der klassichen Maltechnik Enkaustic gezeigt. Das Malen mit heissem Wachs ist eine ausgezeichnete Therapietechnik, die bevorzugt von den Frauen angewendet wird. Und wenn Sie beim Malen mit dem heissen Maleisen ihre Begabung entdecken, erfordert das ein kontunierliches Weitermachen und viel Üben. Schliesslich gibt es dafür das Ziel, als selbstständige Enkaustikerin auch als Künstler anerkannt zu werden, um damit viel Erfolg zu haben.
 
Ähnliche Anwendungsmöglichkeiten sind in den unterschiedlichsten Produktbereichen versteckt. Dazu gehört beispielsweise auch das Relief- und Figurengiessen mit keramischen Giessmassen. Während das Giessen dieser Formteile keine grossen Anforderungen stellt, liegt die Kunst in der farblichen Aufbereitung dieser Kunstgegenstände. Schliesslich lässt sich aus dem weissen Gips - in Verbindung mit einer gekonnten Farbtechnik - eine perfekte Materialimitation machen, die Holz, Edelmetalle, Keramik, Porzellan und Stein ersetzt, gut und preiswert produzierbar ist, beispielsweise um daraus gefragte Werbegeschenke herzustellen.
 
Das alles ist vergleichbar mit dem bereits erwähnten Casting für gutes Singen. Nach dem Entdecken folgt die Weiterbildung, die talentabhängig unterschiedlich erfolgt. Was der Betroffene dann mit seinem Können macht, bleibt ihm überlassen. Eines ist aber sicher: es gibt heute viele Menschen, die ihr Talent zum Beruf gemacht haben und damit erfolgreich wurden.

Das Hobby für Senioren …
Endlich ist es soweit. Der tägliche Trott, Fahrt zur Arbeit, der folgende 8-Stundentag, die Rückfahrt nach Hause, alles das ist vorbei. Jetzt kommt der Lohn der Arbeit, die mit viel Freizeit verbundene Pensions- oder Rentenzeit. Ein neuer, meistens einer der schönsten Lebensabschnitte beginnt.
 
Und das Grossartige daran ist, dass keiner mehr etwas anordnet, der Tag soviel Freizeit bietet, dass alles das, was vorher nicht gemacht werden konnte, jetzt nachgeholt werden kann. Der Spruch, die schönste Zeit ist die Freizeit kann jetzt voll verwirklicht werden.
 
Für viele ehemalige Arbeitnehmer trifft das so zu, wenigstens die ersten 6 – 8 Wochen werden so wahrgenommen. Doch danach kommt das grosse Loch, oftmals gefüllt mit viel Langeweile und der Frage, was könnte, was sollte, was möchte ich eigentlich tun? Und plötzlich kommt die erlösende Idee: wie wär’s mit dem Bau eines Modellboots, dem Züchten von Kaninchen, Fahrradfahren … Wer die Wahl hat, hat die Qual. Eigentlich ist es doch gleich, für welche Freizeitbeschäftigung Sie sich entscheiden. Wichtig ist nur eines: das, was Sie machen, muss Ihnen viel Spass und Freude bereiten.
 
Entdecken Sie bei der Auswahl Ihres Hobbys ihre handwerklichen Fähigkeiten. Aber allein dieses Entdecken fällt vielen schon schwer, weil sie sich nur schwer für das eine oder andere entscheiden können, was gemacht werden könnte. Auch dafür gibt es einen guten Weg: entscheiden Sie sich für Sport, sollten Sie die unterschiedlichsten Sportarten ausprobieren. Haben Sie das gefunden, was Ihnen besonders gut gefällt und Sie dies gesundheitlich gut machen können, sollten Sie es von heute an zu Ihrem Freizeitmotto küren.
 
Wenn Sie Spass am handwerklichen Gestalten haben, gibt es kein soll, sondern nur ein muss. Probieren Sie die unterschiedlichen Gestaltungstechniken aus. Besorgen Sie sich dafür am Anfang nur jeweils eine kleine Artikelauswahl, um so auch selbst testen zu können, was Ihnen gefällt und sie gut mit zurecht kommen.
 
Schon bald werden Sie ein Produkt und die dahinter stehenden Verbrauchs- oder Verarbeitungstechniken kennen gelernt haben. Und wenn es Ihnen gefällt, sollten Sie damit weitermachen, auch dann, wenn am Anfang nicht alles gelingt. Das kennen Sie ohnehin noch von früher her, wo es fast zum täglichen Alltag gehörte, dass man sich mit neuen Geräten, Arbeitstechniken und -verfahren auseinander setzen musste, um sie zu erlernen und dann perfekt zu beherrschen.
 
Mit dem Erlernen einer Hobbytechnik ist das genauso. Dafür werden Sie dann, wenn Sie einmal damit angefangen haben, nicht nur viel Erfolg haben, sondern auch Freude an der Anerkennung und Bewunderung der von Ihnen hergestellten Dekorationsteile durch Freunde und Bekannte finden. Schliesslich sind Sie eines Tages sogar der anerkannte Spezialist, der sein Wissen auch an andere, die Ihnen das nachmachen wollen, gerne weitergibt.
 
Das sind einige Themen, für die es sich lohnt, sich damit zu befassen:

  • Acrylmalerei
  • Airbrush
  • Aquarellmalerei
  • Batiken
  • Brandmalen
  • Colouraplastbilder herstellen
  • Collagen selbst gestalten
  • Crea-Pop-Lampen
  • Decopache
  • Dioramenbau
  • Drachen bauen
  • Eisenbahnmodellbau
  • Enkaustic
  • Figuren schnitzen
  • Foto-Transfer
  • Eingiessen in Polyesterharz
  • Filzen
  • Galvanisieren
  • Glasgravieren
  • Glasmalen
  • Häkeln
  • Ikonen selbst gestalten
  • Kaltglasurbilder
  • Keilrahmenbilder
  • Kerzen bemalen
  • Kerzen verzieren
  • Kerzenziehen
  • Krippenbau
  • Kupferdrücken
  • Kunstharzfiguren giessen und bemalen
  • Landschaftsmodellbau
  • Laternenbau
  • Laubsägen
  • Leder bearbeiten und bemalen
  • Lichterketten
  • Linoldruck
  • Marionetten bauen
  • Metallprägen
  • Marmorieren
  • Modellieren
  • Mosaik
  • Modellautos bauen
  • Ölmalerei
  • Papier schöpfen
  • Peddigrohr flechten
  • Porzellanmalerei
  • Puppen basteln
  • Reliefgiessen und verzieren
  • Scrapbooking
  • Schablonieren
  • Schiffsmodellbau
  • Schmelzgranulat
  • Schmuckdesign
  • Schnitzen
  • Schneeszenen herstellen
  • Seidenmalerei
  • Seife herstellen
  • Serviettentechnik
  • Siliconformen
    selbst herstellen und benutzen
  • Spachtelbilder
  • Speckstein
  • Steinfiguren bauen und bemalen
  • Stoffmalen
  • Stricken
  • Töpfern
  • Vergolden
  • Wachsschnitzen
  • Weben
  • Windräder bauen
  • Windowcolour
  • Zifferblätter gestalten und Uhren bauen
  • Zinnfiguren giessen und bemalen

Architektur-Modelbau


Angefangen von der Formgestaltung für ein Architekturmodell bis hin zum Abformen mit Formalate-Modell-fix und dem Ausgiessen der selbst hergestellten Form mit einer keramischen Giessmasse gehört das alles zur Basisgestaltung eines Modells. Was folgt ist das Ausschmücken, also die künstlerische Gestaltung, was durch einfaches Bemalen, Verputzen mit Strukturpasten, dem Aufbringen natürlicher Materialien für Naturflächen (Herstellung von Rasenflächen, Wegen etc.) geschieht.
 
Auch das ist mit den fantastischen Produkten dieses chemischen Erfolgsprogrammes jederzeit leicht möglich.
 

Modellbau

Nach dem Vermischen eines Kunstharzes mit dem dazu gehörigen Härter wird diese Mixtur in eine aus Kunststoff, Latex oder Silicon bestehende Form gefüllt. Bereits kurze Zeit später ist der ausgehärtete Gegenstand als Bio-Plastik, Relief, vollplastische Figur, Zahnrad, Griff, Zifferblatt daraus zu entnehmen.
 
Für diese Anwendung werden aber nicht nur flüssige Kunstharze, sondern auch keramische Giessmassen, schmelz- und formbare Kunststoffe (Colouraplast) und niedrig schmelzende Metalllegierungen (Blei, Zinn), verwendet.

Dadurch wird es möglich, Modelle, die früher nur aus Holz hergestellt werden konnten, in jeder anderen Materialkomposition mit den unterschiedlichsten Werkstoffen, z. B. als Folie, Platte, Block, Stab oder Stange aus Epoxy, Beton, keramischen Giessmassen, Gips, Modelliermassen, Polyester Polyurethan, Polystyrol, Wachs, Seife, Zinn etc. herzustellen.
 
Die fertigen Giess- oder Formteile - also Rohlinge - können anschliessend vielfältig mechanisch so nachbearbeitet werden, wie es gewünscht oder erforderlich ist, z. B. durch schnitzen, sägen, fräsen, gravieren, feilen, schleifen, bohren und schleifen. Dadurch steigern sich die Möglichkeiten des Modellbaus und gehen in den Bereich des „Alles machbaren“.
 
Besonders vorteilhaft ist ausserdem, dass diese Entwicklungen in jeder noch so kleinen Werkstatt oder Garage handwerklich gemacht werden können, dem Treiben des Erfindergeistes somit keine Grenzen mehr gesetzt sind. Aus der visionellen Idee entsteht ein Modell, wird getestet, geändertwieder erprobt, bis zum Schluss ein praxiserprobter Prototyp dasteht! Durch die Entwicklung neuer chemischer Kunst- und Werkstoffe hat sich das Anwendungs- und Gestaltungsspektrum im Modellbau um ein Vielfaches erweitert, wird dadurch von Tag zu Tag immer vielseitiger und interessanter. Letztlich eine Entwicklung im wichtigen Bereich auf der Basis des wirtschaftlichen Fortschritts.
 
Deshalb ist CREARTEC auch in diesem chemisch-technischen Bereich bemüht, ständig neue Produkte und Verarbeitungsideen zu entwickeln, die ausserhalb der industriellen Produktion auch in der traditionellen Manier der Handwerkskunst eingesetzt und weiter verarbeitet werden können.
 
Dazu gehört beispielsweise ein transparentfarbiges Polystyrol, das in Form kleiner Perlen in jeder metallischen oder aus Silicon hergestellten Form zu einem modern aussehenden Gebrauchsteil (Griff, Deckel, Abdeckung) oder Dekorationsgegenstand (Untersetzer, Zifferblatt, Kerzenständer durch Wärmeeinwirkung im Schmelzverfahren hergestellt werden kann.
 
Eine Möglichkeit, um eigene Farbplatten, -kugeln oder Formteile, ausserdem individuell geformte Modellkonstruktionen, sei es für den Karosseriebau kleiner Fahrzeugmodelle, für Trinkgefässe, Zierbehälter, beleuchtete Werbetafeln etc. herzustellen. Der fertige Artikel kann anschliessend noch thermoplastisch umgeformt, ausserdem auch mechanisch weiterbearbeitet werden.
 
Das ergibt eine vielfältige Produktreihe:
 

  • Keramische Giessmassen für das Herstellen von marmorähnlichen Platten, Skulpturen und Formteilen
  • Flüssiges Polyesterharz zum Ausfugen von Ritzen, Ausgleichen von Unebenheiten in Holzteilenrestaurieren und verkleben von Möbelteilen
  • Schnitzen eines Grundmodells, das jederzeit durch das Auftragen weiterer Schnitzholzmasse (Flüssigholz) verändert oder erweitert werden kann, danach überschnitzt oder mechanisch bearbeitet werden kann
  • Kaltglasur eignet sich für das Herstellen emailartiger Oberflächen auf Holz (Tischplatten, Uhrenzifferblätter), Metall (emailartige Überzüge, Dekorationseffekte), Styropor (Herstellung von Lampen und Leuchtkörpern, Dekorationsmodellen), Pappe (Wandverkleidungen, Kulissen) und
  • Glas und Keramik (glänzende Überzüge auf Vasen, Schalen, Blumenbehältern, Zierbecken)
  • Metallglasuren mit einer wahlweise glänzenden oder einem antik wirkenden Metallicfinish in kupfer, rotgold, chinagold oder silber
  • Herstellung trittfester und hochstrapazierfähiger Gartenplatten, mit eigenen Initialen oder Dekoren verziert - selbst gegossen
  • Eisen- und Metallgrund – zum Auftragen auf alle Gebrauchs- und Dekorationsgegenstände im Haus, Garten etc., die danach mit einem Oxidationsmedium ein perfektes Rostfinish (6 Farbtöne und ebenso viele Grün- bzw. Blauspaneffekte) erhalten

Kunst produzieren

Oft steht ein Keilrahmen im Mittelpunkt der Verarbeitungstechnik mit Spachtelmassen, darin eingeklebten Mosaiksteine, Wattelinos oder anderen Dekorationsobjekte. Das ist die Basis. Wichtig ist aber die Weitergestaltung, wozu eine Krakelurpaste ein altes, antikes Aussehen, ein Eisengrund einen aktuellen Rosteffekt oder eine Schneepaste das gewünschte Winteroutfits bringen kann.
 
Es gäbe noch eine Vielzahl weiterer Produkte, die für dieses oder jenes Aussehen idealerweise herangezogen werden könnten. Entscheidend ist aber die gewünschte Bildkulisse, die darüber Auskunft gibt, ob es modern, klassisch schick oder alt und antik aussehen soll.

Zu jeder dieser Ideen gibt es die erforderlichen Gestaltungsmittel, z. B. eine klassische Ölpatina, mit der ein mediterranes Aussehen erzielt werden kann, zahlreiche Vergoldungsmittel, die für wirkungsvolle Hinseher oder erhabenem Glanz sorgen, Krakelurpasten, Facettenlacke, Flakes, Flitter oder Metallpulver, die in Verbindung mit dem Kleber ein fast fertiges Keilrahmenportrait noch schöner aussehen lassen.
 
Das gleiche geschieht in einer vollkommen anders gelagerten Gestaltung. Dazu wird die universell verwendbare Kaltglasur (Kunstharz) verwendet. Während das Basismaterial glasklar transparent ist, kann es mit speziellen Harz-Abtönfarben transparentfarbig, opak oder metallisch eingefärbt werden, sodass die dann verarbeitete Glasur für einen unvergänglichen hochglänzenden Emailglanz sorgt, der nicht nur auf Keilrahmen, ausserdem auch auf Krügen, Glasvasen, Flaschen, Terracottagefässen, Kacheln, Steinen, Holzpanelen und vielen, vielen anderen Materialien und Gegenständen für ein aussergewöhnliches, gutes Aussehen sorgt, auch deshalb, weil sie damit ebenfalls repariert oder restauriert werden können.

Modisches Design

Dazu gehört heute auch das praktische Entwickeln fantastisch aussehender Farbkompositionen. Um die allerdings finden und zelebrieren zu können, ist es wichtig, eine Vorstellung davon zu haben, was oftmals erst dann erkannt wird, wenn ähnlich aussehende Designs in Vorversuchen vorliegen. Deshalb gehört es in vielen Betrieben mit zu dem Entwicklungsaspekt, mit den unterschiedlichsten Farben und Werkmaterialien zu experimentieren, um aussergewöhnliche Farbkompositionen,  Farbmuster oder ausgefallene Strukturen und Texturen hinzubekommen, die für ein neues Design etc. geeignet sind.

Die Ergebnisse dieser Versuche werden nach ihrer Fertigstellung fotografiert und am PC so verändert werden, dass daraus ein neuer Multieffekt entsteht, dem Einzigartigkeit bestätigt werden kann. So ein Effekt entsteht nicht sofort, erfordert deshalb ein systematisches Vorgehen, Aneinanderreihen von Versuchen und Experimenten, wobei gerne mit den im künstlerischen Bereich angebotenen Base- und Bindemittel, Farben, Pigmente und Effektmitteln gearbeitet wird. Dazu gehören auch einige der nachstehend genannten Spezialprodukte, die deshalb in vielen Entwicklungslabors mit verwendet werden und deshalb für eine zeitgemässe Designgestaltung besonders gut geeignet sind:
 

  • Crazy-Colour ist nicht nur eine verrückte Farbe, sondern auch ein Farbsystem, das für die Designfindung als Experimentiermedium ideal geeignet ist. Vergleichbar ist dieses Produkt mit einer normalen Marmorierfarbe. Aber nicht nur das, denn Crazy-Colour bietet viel mehr!

    Mit dieser Spezialfarbe wird der Rahmen der Gestaltungsmöglichkeiten vielfältig erweitert. Das Einzige, was dazu neben der Farbe und einigen, meistens bereits im Haushalt vorhandenen Chemikalien noch benötigt wird, ist der Mut zum Experimentieren. Dadurch entstehen dann auf den mit weisser Farbe oder Weissgrund vorbehandelten Objekten fantastische Farbstrukturen, die direkt  davon übernommen und als modisch schick aussehende Farbdesigns für Vorhangstoffe,  Buchhüllen, Kissen- und Bettbezüge, Tischdecken, Kleiderstoffe etc. übernommen werden können.

    Das Design dieser Experimentiermodelle eignet sich ebenfalls gut für das Bedrucken schick aussehender Dekorartikel, die sowohl für den Sieb- wie auch den Tampondruck anwendbar sind.
  • Mosaik-Colour – bietet eine total andere, dafür aber ebenfalls kreative Bildstruktur, die an ein klassisches Mosaikbild erinnert. Die dadurch entstehenden Muster können durch das Verändern eine bei dieser Technik im Mittelpunkt stehenden Farbtropfens so universell verfremdet werden, dass die Raffinessen dieser Farbstrukturen oftmals erst bei genauem Hinsehen entdeckt werden. Während bei der Verarbeitung der Crazy-Colour vieles dem Zufall überlassen bleibt, entwickelt der Designer bei der Anwendung der Mosaik-Colour immer wieder neue Rastermotive und Farbpunkte, die ein- oder mehrfarbig, rund, eckig, länglich sein können. Erfahrungsgemäss gestaltet sich das Design mit dem zunehmenden Können und Geschick des Designers, der dabei vielfältige Gestaltungsvariationen entdeckt oder entwickelt, sie geschickt miteinander kombiniert und so verwendet, dass daraus ein weiteres, vollkommen anders aussehendes Bild entsteht und eigentlich niemals endet.
  • Enkaustic – das Malen mit heissem Wachs darf in diesem Zusammenhang auch nicht unerwähnt bleiben. Durch den Gebrauch des Maleisens oder der kleinen Cautery-Heissmalplatten entstehen einzigartige Farb- und Bildeffekte, die vielfach unbewusst, erst nach dem Abheben des Maleisens auf dem Malgrund sichtbar werden und Erstaunen und Bewunderung auslösen.

    Dabei zeigt sich ein wichtiger Nachteil: die Einfachheit, die zu diesem grossartigen Bildeffekt geführt hat, verführt dazu, das vorhandene Bild noch mit einer Nuance zu verändern. Und dieses Nacharbeiten trägt oft dazu bei, dass es verdorben wird. Deshalb sollten solche Bildeffekte so übernommen und nicht weiter bearbeitet werden. Selbst das Nachstellen und Nachempfinden in der gleichen Vorgehensweise mit denselben Werkzeugen und Farben führt immer zu einem vollkommen anderen Bildergebnis. Somit ist jedes hergestellte Bild ein Unikat und kann auch als solche individuell verwertet und verwendet werden.

    Auf jeden Fall bietet die Technik des Malen mit heissem Wachs eine wunderbare Möglichkeit, in designtechnisches Neuland einzutauchen und verblüffende Farbeffekte und - muster zu erzielen.

  • Kaltglasur – auch dieses Universalprodukt ist ein Designmacher. Beim Beschichten von Gegenständen bieten sich so viele Gestaltungsvarianten an, die meistes auch nicht so perfekt kontrolliert gemacht werden können, deshalb für gesuchte Überraschungseffekte sorgen.

    Dazu ein kleines Beispiel: beschichten Sie zwei kleine Sperrholzplatten (100 x 100 mm) mit weisser Kaltglasur. Bringen Sie jeweils zwei andersfarbige Glasurpunkte darauf. Lassen Sie die Schachteln dann ca. 30 – 40 Minuten so liegen, damit sie vorreagieren. Dabei verdickt sich die darauf gebrachte Glasur etwas und sorgt für eine zähere Viskosität.

    Das ist dann der richtige Zeitpunkt, um die beiden Teile fest zusammen zu drücken, um sie danach sofort wieder auseinander zu ziehen. Dabei haben sich die beiden Glasurflächen miteinander verklebt, weshalb bei diesem Zusammenziehen feine Fädchen entstehen, die auf eine der Schachteloberflächen zurückfedern. Auch diese Fädchen gehören mit zu dem unerwarteten Design, das sie danach auf den Schachtelflächen finden.

    So einfach der Effekt, so wirkungsvoll das Farbergebnis, dass Sie in vielfältiger Formvariation immer wieder neu und anders aussehend, selbst mit diesem geringen Aufwand herstellen können. Kaltglasur ist der Zauberlack, der aus einfachen Gegenständen kleine Kunstwerke macht.
  • Perlen-Pen – Mit dem Perlenmaker bringen Sie kleine halbkugelförmige Perlen auf Textilien und anderen Gegenständen auf. Durch das Aneinanderreihen dieser Farbpunkte entstehen Linien, Schriften, Ornamente und Bilder. Auch das ist eine einfache Gestaltungsidee für das Kreieren einzigartiger Bilddesigns.

Industrie

Auch wenn der Tenor der Produktentwicklung und Gestaltung darauf abzielt, Materialien herzustellen, die einen wichtigen Beitrag zur Kreativität liefern, werden viele der von CREARTEC hergestellten Artikel im industriellen Herstellungsbereich ebenfalls mit verarbeitet.

Im Gegensatz zur künstlerischenm Anwendung finden viele dieser Produkte hier einen total anderen Anwendungsbereich:

  • aus dem flüssigen Silicon entstehen technische Gummiteile,
  • das harte Poly-Urethan wird zum Giessen von Biegematrizen verwendet,
  • das transparente Silicon eignet sich gut für das Eingiessen stoffempfindlicher Schaltungen,
  • Kerzen werden in Eisengrund eingetaucht und oxidiert, sodass „Rostkerzen“ entstehen,
  • Druckplatten für den Tampondruck oder für Druckwalzen werden aus Silicon gefertigt,
  • Fototeller aus Kaltglasur,
  • Handgemachte Wandplatten aus einem Betongemisch gegossen,
  • Glühlampen werden farbig durch das Eintauchen in Glühlampenlack,
  • Zinnteile werden mit Zinnpatina antik gemacht.
 
Viele dieser Spezialprodukte werden für die Entwicklung neuer Modelle oder Designs verwendet und dienen dazu, diese noch interessanter oder schöner aussehen zu lassen.  
 
In die Reifen von Fahr- und Motorrädern wird eine spezielle Latexemulsion eingefüllt und dient als Pannenschutz. Bekommt der Reifen durch das Eindringen eines spitzen Gegenstandes (Stein, Glassplitter, Nagel etc.) eine Verletzung (Loch), strömt die Luft daraus aus. Gleichzeitig fliesst die im Reifen enthaltene Latexemulsion mit aus, verstopft das Loch und dichtet es ab. Der Reifen wird wieder mit Luft gefüllt – es kann weitergefahren werden!
 
Polierpasten gibt es viele. Eine davon wurde so entwkickelt, dass damit Acrylscheiben von Helikoptern, Sportflugzeugen und Motorbooten gepflegt und glatt gehalten werden können. Wichtig ist bei diesem Produkt, dass es kein Wachs enthält, dadurch die sonst bei Sonneneinwirkung entstehende Spektralwirkung (Blendwirkung) nicht entsteht. – Andere Poliermittel eignen sich für das Hochglanzpolieren von Giessharzteilen, andere für Schmuckstücke aus Gold und Silber, für das Polieren von empfindlichen Kunststoffflächen (Wohnwägen, Bootsrümpfen), Kupfer- und Messingartikeln ….
 
Die Raffinessen vieler der von CREARTEC hergestellter Produkte treffen besonders im industriellen Anwendungsbereich auf kreative Anwender, die das eine oder andere Produkt oftmals zweckentfremdet, dafür aber mit überzeugter Begeisterung für total anders gelagerte Problemlösungen verwenden.
 
Und immer wieder entdecken wir eines: so manche Produktidee wurde zuerst belächelt und nicht ernst genommen. Als sich das Material als genialer Problemlöser für ein neues Produktvorhaben herausstellte, änderte sich dieses Verhalten schlagartig …  
 
CREARTEC: der beste Beweis für gute Ideen!