Das Kerzentauchen zählt zu den ältesten Techniken der Kerzenherstellung. Bereits im Mittelalter wurden Dochte aus Baumwolle mehrfach in flüssiges Wachs getaucht, bis sich Schicht für Schicht eine Kerze bildete. Die so entstandenen Kerzen wurden von Hand geglättet und waren als „Lichte“ oder „Bauernkerzen“ bekannt. Die Handwerker, die sie herstellten, nannte man „Kerzenzieher“.
Heute wird für diese Technik spezielles Kerzen-Tauchwachs verwendet. Durch seine besondere Konsistenz entstehen schnell gleichmäßige Wachsschichten und individuelle Kerzen in vielen Farben. Aus dem traditionellen Handwerk hat sich ein beliebtes Kreativhobby entwickelt, das in Schulen, Kindergärten, Bastelgruppen und zu Hause gleichermaßen begeistert.
Anstelle von Kerzen-Tauchwachs kann auch Bienenwachs verwendet werden. So entstehen natürliche, angenehm duftende Bienenwachskerzen.